Kapitalisierte Übergewinne

  • Definition: Kapitalisierte Übergewinne sind im Rahmen der Unternehmensbewertung der Barwert der Gewinne, die über den marktüblichen Unternehmerlohn hinausgehen. Sie werden häufig beim Ertragswertverfahren und der Berechnung von Goodwill angesetzt.
  • Praxisbeispiel: Bei der Bewertung einer gut etablierten Steuerberatungskanzlei werden die durchschnittlichen Überschussgewinne der letzten Jahre auf einen Kapitalisierungszinssatz diskontiert, um den immateriellen Wert zu bestimmen.
  • Schnittstellen: Verknüpft mit Ertragswert, Goodwill, Bewertungsstandard.

Warum wird der Übergewinn kapitalisiert?

Er soll den Mehrwert gegenüber einer marktüblichen Vergütung darstellen und bildet die Grundlage für Kaufpreise.

Welche Risiken bestehen?

Zu optimistische Prognosen können zu überhöhten Unternehmenswerten führen.

Wie werden Übergewinne ermittelt?

Durch Vergleich der nachhaltigen Gewinne mit einem fiktiven Unternehmerlohn und Abzinsung.

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