Verlustabzug

  • Definition: Verlustabzug ermöglicht die Verrechnung von Verlusten mit Gewinnen anderer Jahre. Es wird zwischen Verlustrücktrag (Vorantragsjahr) und Verlustvortrag unterschieden (§ 10d EStG).
  • Praxisbeispiel: Ein Einzelunternehmer erwirtschaftet 2024 einen Verlust von 50 000 €; er zieht den Verlust vom Gewinn 2023 ab (Rücktrag) und den Rest als Verlustvortrag in die folgenden Jahre.
  • Schnittstellen: Verknüpft mit Verlustfeststellung, Steuerabzug, Körperschaftsteuer.

Wie hoch ist der Verlustrücktrag?

Maximal 1 Million € (bzw. 2 Mio. € bei Ehegatten); darüber hinaus erfolgt Verlustvortrag.

Gelten Beschränkungen?

Ja, Mindestgewinnbesteuerung begrenzt die Verrechnung auf 60 % des Gesamtbetrags der Einkünfte.

Wie werden Verluste bei Kapitalgesellschaften behandelt?

Es gelten § 8c KStG (Verlustabzug bei Anteilseignerwechsel).

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